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Einen Schoppen Weißwein in der Hand, genießerisch vom Saumagen, dem deftigen regionalen Leibgericht, Helmut Kohls Leibspeise, schwärmen und über den Wein und die kleine deutsche Welt schwätzen: Für die munteren Zecher vor der Ausschank der Blockhütte am Kirchenplatz von Kallstadt besteht darin die Trias der Glückseligkeit.

Dass in den Kellergewölben des gesichtslosen 1200-Seelendorfs an der Pfälzischen Weinstraße ein Schatz von zehn Millionen Litern Weißwein lagert, dass an den Weinhängen in der langen Nacht der offenen Tür die Fackeln leuchten, bis hinüber an den nahen Rhein und die Chemiefabriken von Ludwigshafen – das erfüllt sie mit Stolz.

„Mein Opa war ein Trump, meine Oma eine Heinz“, tut eine ältere Frau nicht ohne ein gewisses Selbstbewusstsein kund.

Nur die Inhaberin des Weinparadieses am Ortsrand – eine „Zugezogene“, wie sie sich gleich zu erkennen gibt – nimmt sich kein Blatt vor den Mund: „Wir mögen den Kerl nicht. Der hat schnell Geld gemacht, und jetzt glaubt er, die Welt zu regieren.“ Aus der reschen Wirtin spricht nur Verachtung, und so, als müsste der Sinnspruch in der Gaststube den Kommentar der Chefin unterstreichen, prangt dort, in Holz geschnitzt: „Die Leute sagen immer, die Zeiten werden schlimmer.

Die Zeiten bleiben immer, die Leute werden schlimmer.“„Mein Opa war ein Trump.“ Da und dort, im Namensschild am Weingut auf dem Hang, an der Weinstube und nicht zuletzt auf dem Friedhof, zeigen sich die Spuren der Vorfahren.

Daniela, Rezeptionistin im Hotel Henninger, vermag einen positiven Nebeneffekt des medialen Trump-Hypes zu benennen, der Kallstadt eine zweifelhafte, wenngleich begrenzte Berühmtheit eingebracht hat: „Werbung ist das für uns auf jeden Fall.“Nicht, dass Trump-Fans aus den USA in den vergangenen Monaten den Ort gestürmt hätten.

Es sind eher interessierte Tagestouristen, die für einige Stunden in dem Weindorf mit ein paar schmucken Fachwerkhäusern, in dem Gartenzwerge die Vorgärten zieren, Zwischenstopp machen – wie in einem Klischee von der deutschen Provinz.

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